Getriebeumbau

Die vorbildgerechte Modellgeschwindigkeit läßt sich recht einfach über den Maßstab errechnen: der Spur N Zug sollte den 160ten Teil der Geschwindigkeit seines Vorbildes fahren.

Beispiel: Fährt das Vorbild 80 km/h ist die maßstäbliche Modellgeschwindigkeit 0,5 km/h oder ca. 13,9 cm/s.

Da die objektiv korrekt (weil maßstäblich) errechnete Modellgeschwindigkeit auf den Betrachter subjektiv als zu niedrig wirkt, wird die Modellgeschwindigkeit in der Spur N um 60 % erhöht, um diesen Effekt auszugleichen (vgl. NEM 661).

Im obigen Beispiel sollte der Zug also mit ca. 22,2 cm/s fahren, um dem Betrachter den Eindruck zu vermitteln, er wäre in natura mit 80 km/h unterwegs.

Die Modellbahn-Hersteller haben die Forderung nach einer vorbildgerechten Geschwindigkeit penetrant ignoriert. Die meisten Serien-Loks erreichen Höchstgeschwindigkeiten, von denen ihre Vorbilder meilenweit entfernt sind resp. waren. Und ich gebe zu, daß ich als Kind auch meinen Spaß daran hatte, die T3 von Minitrix mit ungefähr Tempo 200 aus der Kurve fliegen zu lassen.

Die Maximal-Geschwindigkeit einer digitalen Lok läßt sich auf den vorbildgerechten Wert einstellen und die einer analogen Lok wird von der Disziplin des Bedieners bestimmt. Allerdings hat die Nutzung des Motors im unteren seines vorgesehenen (und optimalen) Spannungs- und Drehzahlbereich verschiedene Nachteile zur Folge:

Diese Nachteile lassen den Wunsch nach einem angepaßten Getriebe aufkommen, das die vorbildgerechte Höchstgeschwindigkeit und die Obergrenze des optimalen Drehzahlbereichs des Motors zur Deckung bringt.

Eine recht einfache Anpassung des Übersetzungsverhältnisses hat Stefan Glasmachers entwickelt. In der einfachsten Ausführung wird die originale Schnecke am Motor durch eine mit einer höheren Windungszahl ersetzt.

Umbau einer Fleischmann BR 50

Übersicht möglicher Umbauten von Stefan Glasmachers

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